Venus vom Hohle Fels

Sondernach

Sondernach liegt im Sondernacher Tal, einem Nebental des Schmiechtals, am Südrand der Schwäbischen Alb. Der Name des Ortes weist auf die im Dorf entspringende besondere Aach hin.

Sondernach wurde im Jahr 1298 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort dürfte nicht vor dem 9. Jahrhundert entstanden sein. Sondernach als kleiner Weiler von weniger als 10 Häusern besaß im Mittelalter keinen eigenen Ortsadel. Es wurde früh der Herrschaft Neusteußlingen zugeteilt. Nach dem Aussterben der katholischen Freiherren von Freyberg zu Neusteußlingen im
Jahre 1581, fiel die Herrschaft Neusteußlingen an das Herzogtum Württemberg,
welches 1582 die Reformation einführte. Sondernach wurde darauf hin in die evangelische Pfarrei Mehrstetten eingegliedert. Die Sondernacher protestierten gegen die weiten Wege nach Mehrstetten und erhielten im Jahre 1598/99 eine eigene Kapelle und einen Friedhof im Ort.

Bis um 1800 waren alle Einwohner evangelisch, im 19. Jahrhundert zogen Katholiken zu, welche in die römisch-katholische Kirchengemeinde St. Michael Gundershofen eingepfarrt wurden.

1806 kam Sondernach zum neu gebildeten Oberamt Ehingen, 1938 wurde es dem Landkreis Münsingen zugeschlagen. Im Zuge der Gemeindereform wurden Sondernach und Gundershofen im Jahre 1974 als eine Teilgemeinde in die Stadt Schelklingen eingegliedert und gehören seither zum Alb-Donau-Kreis.
Am Ortsanfang von Sondernach befindet sich die "Riedmühle", wo Aach und Schmiech zusammenfließen.

Im Jahre 1601 - 1617 wird die Einwohnerzahl auf etwa 50 - 65 Personen geschätzt. Im 30-Jährigen Krieg war der Ort völlig ausgestorben und wurde um 1650 wieder aufgebaut. Erst im Jahre 1768 gibt es eine exakte Einwohnerzahl von 83 Personen.Während des 19. Jahrhunderts stieg die Bevölkerung und erreichte 1960 durch die Integration der Vertriebenen mit 173 seinen Höchststand. Seither sank die Bevölkerung wieder auf einen derzeitigen Stand von 115 - 120 Personen.

Sondernach hat seit 1901 Anschluss an die Bahnstrecke Schelklingen-Reutlingen (Schwäbische Albbahn). Diese ist in den letzten Jahren neu aufgelebt und wird in der Hauptsache für Ausflugsfahrten genutzt.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde auch die Gaststätte zum Lamm gegründet,
welche auch als Bahnstation diente. Sie befindet sich heute in der 2. Generation
in der Familie Rothenbacher, im Besitz von Erich Rothenbacher.

In der Geschichte des Ortes gibt es den 1902 zum Ehrenbürger ernannten Johann Georg Mayer, Schultheiß von 1867 - 1902. In den letzten Jahren hat der für den kleinen Ort beachtliche Gesangverein und die freiwillige Feuerwehr gemeinsam das am Pfingstmontag stattfindende "Rehessen" ins Leben gerufen. Außerdem findet im Oktober ein so genannter "Talrabamarkt" statt (Die Sondernacher werden als "Talraba" bezeichnet). Dort werden außer dem "Schmiechtalkrättle" noch andere Produkte aus dem Biosphärengebiet angeboten.
Die Kinder beider Ortsteile besuchen den "Kindergarten Oberes Schmiechtal" in Hütten.
Ab dem Schuljahr 2010/11 gibt es keine Schule mehr im oberen Schmiechtal und die Kinder gehen in die Grundschule nach Schmiechen.

Beide Ortsteile haben einen gemeinsamen Ortsvorsteher, welcher von der Stadt Schelklingen auf Vorschlag des Ortschaftsrates ernannt wird. Seit September 2009 ist dies mit Doris Holzschuh erstmals eine Frau.

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