Venus vom Hohle Fels

Gundershofen

Gundershofen liegt im oberen Schmiechtal,
einem Tal am Südrand der Schwäbischen Alb, auf 616 m NN.

Ein Ebirhardus miles de Gundershoven lebte um 1200. 1263 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt, entstand aber wohl früher, und zwar in der älteren Ausbauzeit.
Gundershofen hatte im Mittelalter seinen eigenen Ortsadel, genannt "von Gundershofen".
Im 14. Jahrhundert verschwindet diese Familie aus der urkundlichen Überlieferung.
Das Dorf wurde wohl früh ein Teil der Reichsherrschaft Justingen.
1751 kam Gundershofen mit der Herrschaft Justingen an Württemberg.
1807 wurde der Ort Teil des Oberamts Urspring des Kreises Ehingen, seit 1809 gehörte es zum Oberamt Münsingen, welches 1938 zum Landkreis Münsingen wurde.
Seit der Gemeindereform 1974 ist Gundershofen zusammen mit Sondernach eine Teilgemeinde der Stadt Schelklingen im Alb-Donau-Kreis.

Gundershofen zugehörig ist der ehemalige Mühlenweiler Springen. Dort befindet sich der Schmiechursprung. Springen bestand ursprünglich lediglich aus drei Mühlen, wovon eine ersmals um 1300 erwähnt wird. Durch die hervorragende Lage und der starken Schüttung der Schmiech bereits in ihrem Oberlauf dürfte der Mühlenstandort Springen jedoch älter sein.
Im späten 16. Jahrhundert waren jedenfalls drei Mühlen vorhanden, wobei unbekannt ist, wann die einzelnen errichtet wurden.
Von diesen Mühlen sind die obere und mittlere im Gebäudestand erhalten geblieben,
die Mühleinrichtung wurde allerdings ausgebrochen

Von der noch im 19. Jahrhundert stolzen Einwohnerzahl von über 250 Personen hat Gundershofen zum jetzigen Zeitpunkt nur noch etwa 105 - 110 Einwohner.

Gundershofen hatte früh eine eigene Pfarrei mit der St. Michaelskirche und zwar bis zur Reformation von Sondernach im Jahre 1582 auch für dessen Einwohner zuständig.
Im Jahre 1825 waren alle 253 Einwohner katholisch. 1910 waren einschließlich des Weilers Springen von 240 Einwohnern 218 katholisch und 22 evangelisch, diese wurden nach Mehrstetten eingepfarrt.
1846 wurde Hütten, vorher bei Justingen, der Pfarrei Gundershofen zugeschlagen.

Das alte Pfarrhaus samt Pfarrscheuer soll 1747 erbaut worden sein, ein noch älteres ersetzend. 1846/48 musste es der neuen Kirche weichen, welche genau auf dessen Platz errichtet wurde. 1905/06 wurde das jetzige Pfarrhaus in Backsteinbauweise mitten im Pfarrgarten gegenüber der Kirche auf der anderen Straßenseite errichtet.

Das alte Schulhaus stand ursprünglich auf der Friedhofsmauer. Das 1835 an der Durchgangstraße erbaute, musste 1990 der Erweiterung der Ortsdurchfahrt weichen.
Es hatte seit 1960, nach dem Bau des neuen Schulhauses auf der Anhöhe über Gundershofen, noch als Rathaus gedient. Seit etwa 1998 gibt es keine Schule mehr in Gundershofen
und die leer gewordenen Räume werden nun von der Ortsverwaltung für die Dienststunden
der Ortsvorsteherin und für Sitzungen genutzt.
Die ebenfalls 1835 erbaute Schulscheuer steht heute noch. Das Fachwerk wurde restauriert und sie dient jetzt der örtlichen Feuerwehr als Unterkunft.

Gundershofen besaß ehemals zwei Gasthäuser: Das Rößle und den Hirsch. Das Rößle hatte eine eigene Brauerei, Mahl- und Ölmühle. Die Brauerei wurde wohl schon im 19. Jahrhundert stillgelegt, die Mühle wurde noch bis in die Kriegsjahre des 2. Weltkrieges betrieben. Das Gasthaus als solches wurde 1988 geschlossen.

Gegenwärtig ist der Gasthof Hirsch, im Besitz der Familie Späth, die einzige Gaststätte am Ort. Hier werden die Gäste mit selbst gebackenem Kuchen und Torten sowie Holzofenbrot verwöhnt. Wochentags ist es auf Anmeldung, sonntags immer (außer letzter Sonntag im Monat) geöffnet, Tel. 07384 428.

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