Venus vom Hohle Fels

Ringinger Tal - Steinbruch "Vohenbronnen"

Pilotprojekt der HeidelbergCement AG im Zementwerk Schelklingen vom 01. Juli 2005 bis 31. Dezember 2007:
„Nachhaltigkeitsindikatoren für ein integriertes Rohstoff- und Naturschutzmanagement"
Das vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderte Pilotprojekt findet im Steinbruch Vohenbronnen des Zementwerkes Schelklingen statt. Dabei agiert das Projekt nicht nur auf lokaler bzw. regionaler Ebene, sondern liefert auch innerhalb des europäischen Nachhaltigkeitsprozesses einen bedeutenden Beitrag.
Ziel des Pilotprojektes ist es, Indikatoren zur qualitativen und quantiativen Messung der Biodiversität zu entwickeln und zu erproben. Der naturschutzfachliche Wert von Abbaustätten und die Wirkung von Naturschutzmaßnahmen vor, während und nach dem Abbau sollen so messbar und prognostizierbar werden.
Bisher fehlen geeignete und vor allem anerkannte Instrumente, mit denen der Naturschutzwert von Abbaustätten in nachvollziehbarer Weise gemessen werden kann. Die auf europäischer Ebene diskutierten Sustainable Development Indicators (SDIs) werden den spezifischen Anforderungen in den Abbaustätten der Zementindustrie nur bedingt gerecht.
Bis Ende des Jahres 2007 sollen für den Steinbruch Vohenbronnen Biodiversitätsindikatoren aufgestellt werden. Dabei wird eine Übertragung der Indikatoren auf weitere Gewinnungsstätten der Zementindustrie und verwandter Branchen angestrebt.
Für den Steinbruch Vohenbronnen liegen bereits Untersuchungsergebnisse vor, die zur Erprobung der Indikatoren als Vergleichswerte herangezogen werden können. Innerhalb der Projektlaufzeit wurden im Jahr 2006 weitere Grundlagendaten u. a. in Form von drei wissenschaftlichen Arbeiten (Diplomarbeiten) erhoben.
 
Diplomarbeit - Kulturlandschaftswandel im Bereich des Steinbruchs "Vohenbronnen" von Bianca Steimle (762 KB)
Diplomarbeit - Ansätze von Entwicklung von Biodiversitätsindikatoren in der Rohstoffgewinnung von Ingrid Born (68,2 KB)
Diplomarbeit - Amphibien und Libellen im Steinbruch "Vohenbronnen" und der Umgebung von Michael Waldi (421,5 KB)
 
Die erste Arbeit (Ingrid Born) behandelt das theoretische Modell eines Indikators, die Rechereche von Biodiversitätsindikatoren innerhalb Europas und die mögliche Übertragung auf die Zementindustrie bzw. die Entwicklung geeigneter Indikatorenmodelle. Damit wird ein grundlegendes Verständnis gegenüber den Anforderungen an und Inhalten von Biodiversitätsindikatoren in Abbaustätten erlangt. Die zweite und dritte Arbeit enthalten Informationen zur Entwicklung und zum Stand der Biodiversität des Steinbruchs Vohenbronnen.
In einer Arbeit (Michael Waldi) werden Erkenntnisse über das aktuelle Vorkommen von Amphibien und Libellen im Steinbruch und seiner Umgebung dargestellt; in der anderen Arbeit (Bianca Steimle) wird die Entwicklung des Steinbruchs Vohenbronnen über eine Analyse des Kulturlandschaftswandels in einen räumlichen und zeitlichen Kontext gestellt. Diese drei Diplomarbeiten bilden neben anderen Erhebungen weitere Bausteine und liefern wichtige Parameter zur Entwicklung von Indikatorenmodellen innerhalb dieses Projektes.
Kurzzusammenfassungen der drei Diplomarbeiten stehen kostenlos als Download zur Verfügung (siehe oben). Die Betrachtung der Lebensraum- und Artenvielfalt im Steinbruch Vohenbronnen wurde für die Öffentlichkeit bereits im Jahr 2002 und 2005 durch einen Tag der Offenen Tür und im Jahr 2006 mit einem Praxistag zur Artenvielfalt ermöglicht.
Der Flyer zum Praxistag steht Ihnen hier als Download (508,3 KB) zur Verfügung.
Eine weitere Informationsmöglichkeit bietet die aktuelle Broschüre über den Lebensraum Steinbruch Vohenbronnen. Diese ist im Zementwerk Schelklingen erhältlich.

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Flyer der Stadt Schelklingen

Hohle Fels (635,3 KB)




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